Es scheppert, kracht und die Ware, die Sie eben an Ihre Kunden versenden wollten, liegt in Scherben. Ein solcher Schaden ist nicht nur ärgerlich. Er zieht unnötige zeitliche und finanzielle Verluste nach sich. Wer sich davor schützen möchte, benötigt bruchsichere Verpackungen. 

 

Welche Verpackungsmaterialien eignen sich für zerbrechliche Waren?

Ob Sie Flaschen, Gläser oder Kunstwerke aus zerbrechlichen Materialien verschicken – ohne eine geeignete Transportverpackung kommt beim Empfänger schlimmstenfalls ein Scherbenhaufen an. Doch wie lassen sich Glas, Keramik und Co. versenden, ohne bei einem Stoß oder Sturz zu Bruch zu gehen?

 

Das A und O: Kartons aus stabiler Wellpappe

Zuallererst benötigen Sie für zerbrechliche Waren einen stabilen Karton. Er soll den Inhalt vor einer äußeren Druckeinwirkung schützen und damit vor Schaden bewahren. 

Zwar sind Kartons aus dünner Pappe kostengünstig. Allerdings können sie sich schnell verformen. Zudem halten sie weder Feuchtigkeit noch einer Krafteinwirkung lange Zeit stand. Die bessere Wahl sind Kartons aus Wellpappe. 

Zwei- oder dreiwellige Pappwände können sowohl Stürze als auch Stöße deutlich besser dämpfen als die einlagige Variante. 

Dabei kommen zweiwellige Kartons hauptsächlich für Waren mit einem geringen Gewicht infrage. Möchten Sie etwa mehrere volle Flaschen verschicken, greifen Sie besser zu einem dreiwelligen Karton. Er bietet schweren und empfindlichen Waren einen zuverlässigen Schutz.

Achten Sie darauf, dass die Kartonage mindestens fünf Zentimeter dick ist. Dadurch besitzt sie eine robuste Struktur, die sich insbesondere für den Versand von Dingen mit Bruchgefahr lohnt.

 

Welche Größe sollte der Karton haben?

Um sowohl Versandkosten als auch Ressourcen zu sparen, wählen Sie einen möglichst kleinen Karton, um Ihre Waren zu verschicken. 

Alle Teile einer Bestellung sollten zwar bequem in der Verpackung Platz finden. Zu große Hohlräume sind jedoch zu vermeiden. Als Faustregel gilt: Zwischen Ihrer Ware und den Kartonwänden sollten maximal fünf Zentimeter Platz bleiben.

 

Welches Polstermaterial eignet sich für Ware mit Bruchgefahr?

Ein Karton reicht natürlich nicht aus, um zerbrechliche Waren sicher zu verschicken. Schließlich können sich Flaschen und Co. darin bewegen und gegeneinander schlagen. Für Ihre Kunden besteht somit das Risiko, sich über ein beschädigtes Paket ärgern zu müssen. 

Vermeiden Sie das, indem Sie jedes Stück, das Sie versenden möchten, einzeln einpacken. Zudem sollten Sie sämtliche Hohlräume des Kartons mit polsternden Materialien ausstopfen. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen:

  • Packpapier: Damit sich zerbrechliche Waren in einem Verpackungskarton nicht zu stark bewegen können, können Sie ihn mit Packpapier füllen. Damit es seine dämpfende Aufgabe erfüllt, sollten Sie das Papier locker zusammenknüllen. 
  • Luftpolsterfolie: Insbesondere für die Einzelverpackung eignet sich die reißfeste Folie mit ihren stoßdämpfenden Luftpolstern. Der Vorteil von praktischer und hochwertiger Luftpolsterfolie steht bereits im Namen – sie besteht zu einem Großteil aus Luft. Wird diese nach dem Auspacken entfernt, bleibt nur wenig Verpackungsmüll übrig.
  • Verpackungschips: Chips aus Styropor sind ebenfalls zuverlässige Stoßdämpfer in einem Verpackungskarton. Allerdings können sie nicht immer verhindern, dass zerbrechliche Ware aneinanderschlägt. Daher eignen sie sich zwar als Füllmaterial, weisen als alleinige Polsterung jedoch Schwächen auf.

Möchten Sie beim Versand Ihrer Produkte auf Nummer sicher gehen, können Sie mehrere Polstermaterialien miteinander kombinieren. Umwickeln Sie etwa Flaschen mit mindestens zwei Schichten Luftpolsterfolie. Legen Sie sie in Ihren Karton und füllen Sie diesen bis zum Rand mit Verpackungschips. 

 

Nicht vergessen: Ein Warnhinweis gehört aufs Paket

Den gefüllten und ausgepolsterten Karton können Sie fest mit Klebeband verschließen. Neben dem klassischen Paketklebeband gibt es spezielle Rollen mit aufgedruckten Warnhinweisen. Sie informieren sowohl Zusteller als auch Empfänger darüber, dass der Inhalt des Pakets zerbrechlich ist.

Allerdings können dezente Warnhinweise leicht übersehen werden. Daher empfiehlt sich zusätzlich ein auffälliger Warnaufkleber auf der Oberseite des Kartons. Er sollte nicht nur davor warnen, dass der Paketinhalt bei grober Behandlung zu Bruch gehen kann. Ebenfalls weist er darauf hin, welche Seite beim Transport nach oben zeigen sollte. 

Mit solchen Warnaufklebern können Sie verhindern, dass etwa verkorkte Getränkeflaschen über Kopf gelagert und transportiert werden. Denn stehen sie Kopf, könnte sich bei einer starken Krafteinwirkung der Verschluss leichter lösen. Die Folge: Der Inhalt läuft aus, der Versandkarton geht kaputt und Ihre Kunden fordern Ersatz.